"Menschen trampeln auf meiner Seeele rum. Ich trete zurück...jetzt"

   - Kalahari über Kalahari

 

 

 

art bitch


Doch weder will die Welt sich wandeln
Noch mag mein Zögern mir vergehen
Ich kann mir nicht zuwider handeln
Mein Ziel nicht mehr vor Augen sehen
Wenn wahllos sich die Dinge wenden
Und Kreise sich verzieh'n zum Punkt
Mag ich mein Leben nicht beenden
Obschon mein Herz ist blutig wund

Ich zähle
Und stehle
Meinen Tagen
Die Seele
Ohne Titel


Draußen tobte Krieg
Doch das Zimmer schwieg
Sich einfach aus
Ich schrieb
Dir einen Brief und bracht
Ihn zur Post bei Nacht
Dan wurde ich gesehen
Da wars um mich geschehen
Sonst, mein Herz, vielleicht
Hätt ich Dicgh erreicht...

Verfluch nicht meinen Namen
Ich bitte Dich
Sie kamen
Hinterrücks und schossen
Völlig unverdroßen
Und gaben zum Lohne
Mir die letzte Patrone

Vergiss nicht, wer wir waren
Meine Hand in Deinen Haaren
Dein Salz auf meiner Haut
Meiner Stimme Laut
Unser Lieder Klang
Den ersten Sonnenuntergang
Das Flüstern, kurz vor Schlaf
Den Tag als ich Dich traf
Das Wasser und den Wein

Schließ bei Nacht Dich ein!
Zwar werd ich Dich vermissen
Doch muss ich Dir gestehen:
Auf Diesem harten Kissen
Dich dann wiedersehen?
Das will ich doch nicht Müssen.
Bleib am Leben, liebste Mein
Und denk daran, wie wir uns küssen
Geburt


Den Horst des mächtigen Adlers ziert
Ein einzeln Ei
Es liegt und friert.

Meterhoch auf steilem Fels
Hälts nicht mehr das Adlerküken.

Unter Strampeln unter Picken
Bricht die Schale und dem Sonnenstrahle
Folgt das junge Tier nun gierig

Noch ists schwierig für das Kleine
Entgegen schon dem hellen Schein
Reckt es aus dem zähen Schleim
Von Eigelb und von Eierweiß
Nunmehr seine schwachen Beine
Vorwärts in den Weltenkreis

Es mieft und tropft
Es trieft und hopft sich langsam trocken
Schreit nach Brocken frischen Fleischs
Doch vergebens rufts und kreischts
Denn die Mutter ist des Lebens
Seit einer Stunde schon beraubt

So ein Mensch wars, der sich dachte:
"Wenn ich dieses Tier bloß schlachte,
Nähm ichs mit damit mans glaubt,
Was ich in den Bergen machte"

Was das alles heißen soll? (auch Moral):

Das Küken krepiert
Die Mutter stiert
Vom Kamin in der Stadt
Und verstaubt
Und verstaubt
Und verstaubt
Und verstaubt
O Dambala


Ich hatte ne Frage, sie trat so zutage,
Nicht leise, nur still:
"Wie tu ich das, was ich will?"
Sofort ergaben sich zwei neue:
"Was will ich?" und "Wenn ich's bereue?!"
Da kamen schon drei andere her; wie :
"Hab ich kein Gewissen mehr?"
Und: "Wer bin ICH?"
Und "Was ist wollen?"
Die Antworten sind noch verschollen.
Die nächsten vier waren:
"Was sind Fragen? und "wieso muss ich sie ertragen?"
"Wozu brauch ich ein Gewissen?"
"Und würde ich es wohl vermissen?"
"Wozu ist mein Willen da?"
War die weitere, die ich sah
Funfe wurden draus geschaffen:
"Was unterscheidet uns vom Affen?"
"Und wieso kann ich überlegen?!"
"Bin ich gescheit?"
Oh, Nein! Von Wegen!!
"hat mich irgendwer gemacht?"
Und wenn, hatte ich den Verdacht
Doch nur um mich mal umzulegen...

Da wurd's zuviel mir,
GUTE NACHT!
NGSTSCHW

(vormals veröffentlicht auf der Frankfurter Gemeinen Zeitung)


Affektierte Amtsinhaber analysieren akribisch Aktienkurse,
Brünftsüchtige, BMW-fahrende blaßärschige Barbaren,
Checken den Crash auf Chance, Credits und Cash.

Demokratische Dauerdebatten delegierter Despoten drosseln das Dilemma.
Es entsteht ein espritentrückender Engpass
Für fanatisch Friedliebende, feixende Flammenbändiger.

Glücksritter, Gammler und Galane geben globale Galen.
Hochwürdenträger hauen hinter Hintertürchen harmlose Hospitanten.
Interessieren irdische Irritationen innerlich irgendeinen

Jener jämmerlichen, jesuitischen Jasager?
Kann kein kriegslüsterner Kamikaze korrigierend kleine kalkulierte Katastrophen kaputtbomben?
Listig legitimierte Liturgien als Leitmotiv lähmen lebensfrohe Lautmaler,

Machen Mächtige mutig, managen Mißstände meist mühelos,
Nebenher noch nagetierartig Nettopeanuts nagend.
Organisierter Opportunismus mit Orgasmusoptionsschein

Propagiert parlamentarische Prostitution.
Quacksalberisch quasselne Quertreiberliquidationstrupps
Rüsten rasselnde Renegatenregimenter,

Strapazieren ständig Statusfragen, steuern Starkinoerstausstrahlungen,
Treiben täglich Tippelbrüder, Traumtänzerinnen und Transvestiten zu Teflonsex,
Untergraben Ungebundenheit, unterwerfen uns Untertanen,

Verwandeln Versprengte Versager in Völkerschaften.
Welche Werte haben wo auf der weiten Welt welchen Wert?
Xenophobe X-Box-verhexte Xeroxfratzen,

Yoghurtvertilgende Yodayogis im Ysoprausch!
Ziemlich zweifelhafte Zeiten zur Zeit:
Ästhetisch öder Überschwang…
 "Them Chemicals" oder "cubische potentiale"

(vormals erschienen auf der Frankfurter Gemeinen Zeitung)


Neulich nächtens,
Weil Zeit und Herz mich so sehr quälten,
Traf ich trinkend auf dem Nach-Hause-Weg
Auf ein Häuschen blauer Farbe,
Wie es jedem Bauarbeiter wohl bekannt sein dürfte.

In der Hoffnung die Reste meines Rausches
Einer chemischen Grube zu übergeben
-sprich: mich drückte die Blase-
Näherte ich mich dem provisorischen Bau,
In Hoffnung auf Erleichterung.

Erst war mir, als hätte ich es übertrieben,
Als ich den kleinen Horst hin- und herschwanken sah,
Doch schon nach einem weiteren Meter
Hörte ich das Stöhnen!
Und wusste: da drin sind mindestens zwei!

“He Leute!” rief ich,
“Habt Ihr es wirklich nicht mehr heim geschafft? Liebt Euch woanders!”
Aber außer Stöhnen erhielt ich keine Antwort
Mir war als hörte ich einen I-Pod noch ein paar Beats spielen.
Also hämmerte ich im Takt gegen die Tür.

Das Häuschen schwankte weiter und ich dachte:
“Na vielleicht sind es auch vier…”
Doch weit und breit auf diesem ach zu öffentlichen Platz
War außer hier keine Deckung zu finden.
Und sagte ich schon, es war spät?

Jedenfalls begann ich nun heftiger zu rütteln.
Und jemand drinnen schrie: “Das ist so geil!”
Eine zweite Stimme: “Komm doch rein!” als der Riegel sich auf schob.
Und während ich noch dachte:”Nein, Liebe ist das nicht…”
Sprach eine dritte:”Hey! Wir haben noch Pillen!”

Da kam ein alter Dämon in mir hoch,
Beugte sich grinsend über mich und flüsterte:
“Die brauchens scheinbar dreckig.”
Also bückte ich mich, ergriff beherzt den Rand der Kiste,
Und hob aus Leibeskraft, bis das Dixie kippte.
Nun veränderte sich das Geschrei,
Und “Jetzt habt Euch mal wirklich lieb!” denkend,
Stemmte ich die Box nach altem Brauch auf die Tür.
Pinkeln musste ich jetzt nicht mehr,
Und die Trauer war mir auch vergangen
Suse T. Tudume


Suse Tudume
Ich hab Dich furchtbar gern!
Suse Tudume
Komm lass uns uns vermehr'n...

Suse Tudume
Du bist die geilste Sau!!!
Suse Tudume, ach werd doch meine Frau. (;

Suse Tudume
Es sollen alle hören
Suse Tudume
Ich hab Dich furchtbar gern

Schlafwandel

von Kalahari Seppuku

 

Wie im Traum taumeln
Von Raum zu Raum
Den Blick tief gesenkt
Und vor dem Mund Schaum

Aus Wut auf den Grund:
Es ist ungesund
Außer Schweigen
Nichts vorzuzeigen

Aufeinander zu, aneinander vorbei,
Aneinander gekettet -
Auf Blumen gebettet -
In tierisch wilder Raserei

Wenn Ihr nur meine Sorgen hättet!

Wer meine Träume besucht,
Ergreift bald die Flucht...

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